Archiv für die Kategorie ‘Tolle Köpfe’

17. August 2010

Tolle Köpfe: Rainer Hoffmann

Das ist Rainer. Er ist Architekt und betreibt sein eigenes Büro in München. Schon wieder so einer der einen Beruf macht den ich auch gerne können würde. Mein Opi ist Architekt. Ein Handwerker der alten Schule. Ohne Computer, er hat immer alles per Hand gezeichnet und das Schönste für mich war, wenn er und ich gemeinsam Pläne gezeichnet haben und ich ihm immer sagen durfte wo die Fenster und die Türen hinkommen sollen. Durch meinen Opi kenne ich auch so Wörter wie “Satteldach”. Mein Opi hat damals den Kindergarten im Olympiadorf mitgebaut. Naja für mich ist der Beruf ja mal wieder leider nix, weil ich ja so ein Mathe- und Rechendepp bin. Ich würde mich ständig vermessen und alles wäre schief und krumm.

Wenn ihr also jemanden braucht der sich mit sowas auskennt und tolle Ideen hat und schöne Häuser baut, dann guckt doch mal auf Rainers Webseite und ruft ihn an. Dann seid ihr eurem Traumhaus einen Schritt näher gekommen!

Rainers noch unrenoviertes, zukünftiges Büro. Bin gespannt wie es wird und berichte dann wieder drüber!


Das ist das besagte Haus Ungar

Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Rainer:

1. Wie sieht dein Traumhaus aus? Oder ist es überhaupt ein Haus? Und wo sollte es stehen? Was kannst du vom Fenster aus sehen?
Eine Fabriketage, offener Raum, sichtbare Konstruktionen, Verglasungen mit dünnen Stahlprofilen. Im Raum freistehende Kuben. Aus dem Fenster sehe ich die Stadt, das urbane Leben und Menschen.

2. Welche Gestaltungselemente aus den 60er Jahren würdest du heute noch verwenden?
Schlanke Bauteile, dünne Profile, Reduktion auf die Konstruktion, starke Farbe.

3. Ich komme zu dir und möchte mein 1-Zimmer-Appartement mit Kochnische und Klo auf dem Flur von Grund auf Neu haben. Ich liebe die Farbe Pink und liebe es trotzdem schlicht und karg. Was schlägst du mir vor?
Pinker Boden, weiße Wände, weiße leichte Möbel. Der Boden in pink hat eine starke Wirkung. Um diese Wirkung zu unterstreichen bleibt alles andere neutral. In der Toilette wären mir eine rosa Brille und Deckel wichtig.

4. Ein Ehepaar kommt zu dir. Total zerstritten. Sie weigern sich beide aus ihrer Reihenhausdoppelhälfte auszuziehen. Wie trennst du das Haus so, dass beide sich nicht mehr über den Weg laufen müssen?
Ich rate den beiden, ihre Beziehungsprobleme von einem Eheberater oder einem Scheidungsrichter lösen zu lassen. Danach stehe ich gerne zur Verfügung. Man sollte die Möglichkeiten einer Reihenhausdoppelhälfte nicht überschätzen.

5. Ich habe 50.000 Euro flüssig, dazu ein Grundstück. Ich will ein Haus. Wie groß wird es mit diesem Budget werden und kann ich auch fließend Wasser und ein Klo dazu bekommen?
50.000 €? Ich habe Haus Ungar für 240.000 € gebaut und 155m² Fläche hergestellt. Das war ein Kraftakt. Wenn das Haus in Deutschland stehen soll, müssen wir zuerst über Dein Verständnis von einem Haus sprechen. Ist für Dich ein Raum mit fließendem Wasser und einer Toilette bereits ein Haus?

6. Ich wollte als Kind auch immer wie die Barbapapas Häuser aus Gips in Kugelform bauen. Von was hast du als Kind geträumt?
Als Kind war ich sicher, einmal Schreiner zu werden. Ich bin in der Schreinerwerkstatt meines Vaters aufgewachsen und konnte mir keinen anderen Beruf vorstellen. Bis heute ist Holz der Baustoff bei dem ich das sicherste Gefühle habe.

7. Du bekommst die Möglichkeit ein Krankenhaus zu bauen. Auf was würdest du besonderen Wert legen (z.B. Farben, Materialien) und weils ja nur fiktiv ist: du musst nicht auf Sterilität und so nen Kram Rücksicht nehmen. Ich hätte z.B. gerne einen gläsernen OP wo alle Kranken bei Langeweile zuschauen könnten!
Krankenhäuser sind Bauaufgaben, die in hohem Maße von Notwendigkeiten und Funktionalität bestimmt werden. Der gestalterische Spielraum ist daher sehr begrenzt. Entlang der gläsernen OPs würde ich in jedem Fall einen 2m breiten Matratzenstreifen anordnen, damit kollabierende Zuschauer sich nicht verletzen. Nachdem ich bei zwei größeren chirurgischen Eingriffen assistieren durfte, weiß ich, dass man als Außenstehender leicht den Boden unter den Füßen verlieren kann.

8. Ich will ökologisch korrekt leben, hasse aber diese Solardinger auf dem Dach. Hast du eine Lösung?
Ökologisch korrekt: Um einen genormten Standard zu erreichen, gibt es für Sonnenkollektoren keine Alternative. Als guten Kompromiss schlage ich Dir vor, die Kollektoren in die Dachfläche einzubauen. Bei einer geringen Dachneigung und einer glatten Dachdeckung fallen Sonnenkollektoren gestalterisch nicht ins Gewicht. Haus Ungar ist in dieser Weise mit Kollektoren ausgestattet worden. Für mich eine sehr akzeptable Lösung.

9. Hast du dich schon mal total vermessen und zum Beispiel deswegen die falschen Fenster geliefert bekommen? (Ich als totaler Mathedepp MUSS so eine Frage leider stellen…)
Natürlich habe ich mich schon mal vermessen. Geltende Verordnungen sehen allerdings vor, dass der ausführende Unternehmer die Vorleistungen eigenverantwortlich prüfen muss. Somit hat er auch dafür zu sorgen, dass er ein Fenster liefert, dass in die Öffnung passt. Verantworten muss ich allerdings aus meinen Fehlern resultierende Mehrkosten.

10. Wer ist dein Lieblingsarchitekt? Beschreibe ihn und seinen Stil kurz, denn ich kenne glaube ich ausser Herrn Gehry und Herrn Gaudy und Herrn Hundertwasser keinen…
Begeistert bin ich von der Arbeit Bjarke Ingels, ein Kollege aus Kopenhagen, der das architektonische Gestalten auf eine sehr kraftvolle Weise revolutioniert.

Ich habe gleich mal Herrn Ingels gegoogelt. Ein flotter Typ, sieht aus wie ein Surfer und er macht wirklich tolle Sachen! Die Dänen sind sowieso coole Hunde was Design betrifft! UND ein Frage hab ich noch Rainer: warum hast du bei OP’s assistiert? Wolltest du mal Arzt werden?
01. Juli 2010

Tolle Köpfe: Kobi

Das ist Kobi. Der Teilzeit-Rockstar. Neben seiner schweisstreibenden Arbeit als Anwalt in einer Kanzlei hängt er danach nicht wie viele seiner Kollegen in schummrigen Spelunken rum, nein er macht was Sinnvolles! Er singt in einer Band! Und das mit grandiosem Erfolg. Ich für meinen Teil denke, den Plattenvertrag hat er so gut wie in der Tasche und dann kann er sich voll und ganz seiner Leidenschaft und seinem Talent widmen! Sollte ich jemals heiraten: Apetrap wird meine Hochzeitsband!
Und ausserdem finde ich, dass Kobi ausschaut wie Jim Carrey. Aber das findet er nicht.

Und hier meine 10 Fragen an Kobi:

1. Dein Immer-schon-seit-vielen-Jahren-Lieblingslied?
“Higher And Higher” von Jackie Wilson

2. Mit welchem Lied kriegt man jede Frau rum?
“Dicke” von Marius Müller Westernhagen; einfach beim ersten Treffen runterschmettern, damit hab ich noch jede rumgekriegt.

3. Was für eine Pose muss ein echter Rockstar mit Links beherrschen?
Die 360-Grad-Drehung mit anschließendem Kniefall, der in einer fließenden Bewegung wieder in den Stand übergeht! Tut zwar im Alter sauweh, ist aber ein absolutes Muss!!!

4. Schreibe einen tiefsinnigen Liedtext aus folgenden Wörtern: Liebe,  Wolke, Velo, Saure Gurken und Krakau. Dazu bitte einen Refrain in dem  Schubidu ding ding vorkommt.

Mann, wir schreiben nur englische Texte… Ich kann mich deutsch so schlecht ausdrücken!
Die Liebe ist wie eine Wolke über Krakau
denn sie weiss genau wohin der Velo-Weg führt
ohne dass sie saure Gurken berührt,
die Wolke

Refrain:
Schubidu, ich mach ding ding
was machst Du? bling bling (Refrain 2-mal)

(wer denn text nicht versteht, muss sich schon hinterfragen, wie wenig tiefsinnig er ist!!! ich hab mir schon was dabei gedacht…)

Aber für die Literaten unter euch, ein Gedicht von meinem Freund Roman L. aus M.:
Die Liebe lächelt.
Die Wolke lächelt.
lächelt das Velo, ich?
Du! Wir!

Die saure Gurke lächelt
Krakau lächelt
ich?
Du! Wir!

Schubi-Du?
Ich ! Wir!

Ding Ding DU?
Ding Ding Ich?
WIR!

5. Was für einen Rat hast du für die Jungs von Tokyo Hotel?
Weiter so Jungs, ich steh total auf eure geile Sängerin!

6. Wie kamt ihr auf den Bandnamen Apetrap? Und wurdet ihr schonmal mit  Bananen beworfen?
Keine Ahnung, der ist mir so eingefallen… Wir hießen ja auch mal kurz “The Lemmons” (allerdings nur für 2 Wochen mit 15 Jahren), danach Off Course (das Wortspiel haben nur wenige verstanden), naja, und dann halt Apetrap… soweit die offizielle Erklärung, die inoffizielle ist geheim!

7. Was ist das peinlichste was dir jemals auf der Bühne passiert ist?
Zeige dem Publikum nie den Popo von der Bühne aus , wenn die Gefahr besteht, dass die Glöcklein mitläuten und Fotografen in der Nähe sind…

8. Stell dir vor du dürftest ein Duett mit einer berühmten Sängerin singen. Wen würdest du wählen und was für ein Lied würdet ihr singen?
“Dicke” von Marius Müller Westernhagen mit der geilen Sängerin von Tokyo Hotel!

9. Dein Traum-Gig sieht wie aus? (Location, Playliste, dein Outfit, Pyrokrams…)
Las Vegas,
Hotel International,
Playliste: See, See Rider, I Got A Woman/Amen, Love Me, An American Trilogy, Dixie, Love Me Tender, Polk Salad Annie
Outfit: Jumpsuit, weiss, mit hohem Kragen und tiefem V-Ausschnitt und weit ausgestellten Beinen, dazu ein fetter Gürtel!
keine Pyro, nur der King, äh, ich und meine Band!

10. Mit welchen Textzeilen eines Liedes möchtest du dich jetzt  verabschieden? (Und bitte nicht: Heute ist nicht alle Tage, Ich komm  wieder, keine Frage)
Schubidu, ich mach ding ding
was machst Du? bling bling

(Die Jungs fandens so toll, wir haben gleich nen Song drauß gemacht!)



04. Juni 2010

Tolle Köpfe: Marlene Halser

(Foto: Carola Fritzsche)

Das ist meine Freundin Marlene, eine Journalistin die zur Zeit in Tel Aviv wohnt und arbeitet und bloggt. Ich bewundere Marlene aus mehreren Gründen.

1. hat sie einen tollen Beruf. Einen den ich heimlich neben meiner Arbeit als Grafikerin gerne ausüben würde und mit meinen Interviews “Tolle Köpfe” im kleinen Rahmen auch mache. Irgendwann schreibe ich auch bestimmt noch mal ein Buch…

2. Reist Marlene viel in der Weltgeschichte rum und war schon mal für längere Zeit in New York – ein langgehegter Traum von mir – nun mit Kind irgendwie in weite Ferne gerückt.

3. Marlene ist mutig. Denn mir fehlt der Mut nach Jerusalem zu reisen und beim Grenzübergang nach Ramallah zu filmen und bei Aufforderung den Film zu löschen nur so tun als ob. Ich fahre ja nicht mal Kurzstrecke schwarz, in der Situation hätte ich den Grenzposten wahrscheinlich freiwillig meine Kamera geschenkt. Hierzu Marlenes Film:


Randbemerkerin in Ramallah from Marlene Halser on Vimeo.

4. Marlene lebt vegan. Sie stopft sich im Gegensatz zu mir nicht jedes dahergelaufene Würstel in den Mund.

5. Marlene beherrscht die deutsche Rechtschreibung und Kommasetzung auch wenn sie was anderes behauptet.

Guckt mal auf ihrem Blog “Die Randbemerkerin” vorbei und lest ihre spannenden Geschichten über das Leben in einer anderen Welt und guckt ihre tollen Videos dazu an!

Ultra-orthodoxer Jude in Mea Shearim, der seinen Hut vor dem Regen schützt

Streetart: ultra-orthodoxer Jude mit Schläfenlocken

King Kong Street formerly known as King George Street / Jerusalem

Die israelische Sperranlange / Bethlehem / Westjordanland

Verhärtete Fronten in Sheik Jarrah / Ostjerusalem

Strand / Tel Aviv

Synagoge in Florentin / Tel Aviv

Filmen im ultra-orthodoxen Stadtviertel Mea Shearim in Jerusalem (Alle Fotos von Marlene Halser)


Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Marlene:

1. Welche Person würdest du gerne einmal interviewen?
Ich nehme an, jetzt wird von mir erwartet, dass ich irgendeine interessante, berühmte Persönlichkeit nenne. Das Problem ist nur: Ich interviewe gar nicht so gerne berühmte Persönlichkeiten, auch wenn es da bestimmt sehr interessante und tolle Menschen gibt. Ich finde es viel schöner, Menschen zu interviewen, die keiner kennt und die trotzdem eine interessante Geschichte zu erzählen haben.

2. Ich bin immer noch ein Honk in Bezug auf die “neue” Rechtschreibung. Nenne mir eine Regel, die ich unbedingt draufhaben muss.
Keine Ahnung. Ich fürchte, da bin ich die falsche Ansprechpartnerin. Ich bin und war schon immer ein Honk in Sachen Rechtschreibung. Egal ob in der alten oder in der neuen.

3. Du sollst eine Reportage über Paris Hilton schreiben. Welche Seite von ihr würdest du gerne näher beleuchten?
Die Geschäftsfrau Paris Hilton. Wie viel Arbeit steckt hinter der Marke, die sie aus sich selbst gemacht hat? Das heißt also: Ein Tag im Leben von Paris Hilton jenseits des Blitzlichtgewitters (den sie dann wahrscheinlich – sehr enttäuschend – im Spa, beim Friseur, bei der Maniküre und beim Shoppen verbringt).

4. Mit welchen Gefühlen hast du deine Reise nach Israel angetreten?
Das war nur eines: Ich war neugierig.

5. Welche Lebenseinstellung nimmst du von dort wieder mit nach München?
Da möchte ich gerne Theodor Herzl, den Begründer des modernen politischen Zionismus zu seinem 150. Geburtstag zitieren: „If you will it, it’s no dream.“ Auf den Alltag in Israel übertragen heißt das: Niemals locker lassen, wenn man etwas erreichen will. Kein „nein“ akzeptieren. Nichts hinnehmen. Immer alles in Frage stellen. Diskutieren, verhandeln, feilschen. Und wenn es sein muss, hundert mal bei jemandem anrufen, bis er tut, was man von ihm will.

6. Was würdest du tun wenn du gezwungen würdest 1 Jahr lang auf Yoga zu verzichten, oder ein halbes Hendl essen? Und warum?
Schwere Frage. Ich würde beides sehr ungern tun. Vermutlich würde ich, wenn man mir die Pistole auf die Brust setzt, ein halbes Hendl essen. Das wäre schneller vorbei.

7. Wo könnte deine nächste Reise als Journalistin hingehen?
In die USA. Ich habe das Gefühl, dass es dort ebenso so viele gute Geschichten zu entdecken geben könnte, wie in Israel. Erstens gibt es dort – genau wie in Israel – viele Menschen,  in irgendeiner Hinsicht extrem sind. Und zweitens ist das mediale Interesse an den USA ähnlich groß. Zwei Kriterien, die das Leben einer freien Journalistin leichter machen.

8. Nenne mir 3 deiner Lieblingsworte und erkläre sie bitte falls notwendig.
Flipflop. Das ist so schön lautmalerisch und klingt nach Sommer. Hinnärk. Das ist ein norddeutscher Männername und es gibt kein Wort, bei dem man sein Gesicht so sehr verziehen muss, um es zu sagen. Und Luftmensch. Das ist Jiddisch und heißt so viel wie Träumer, oder bezeichnet jemanden, der sich mit Ideen und Gedankengespinsten beschäftigt. Warte mal… Gespinst. Das ist auch ein tolles Wort… Aber Du wolltest ja nur drei…

9. Dein allerallerliebstes Lieblingsbuch?
Pan Aroma (Jitterburg Perfume) von Tom Robbins, sehr dicht gefolgt, von vielen anderen Büchern.

10. Sei ehrlich: wie viele Rechtschreib- und Satzzeichenfehler hast du in meinen Fragen korrigiert?
Vier. Und Du bei mir?

Eine Anziehpuppe die ich mal für Marlene gemacht habe.

Weiterhin gute Reise liebe Marlene und pass auf dich auf!


17. Mai 2010

Tolle Köpfe: Michael Dietmayr

Darf ich vorstellen: Michi ein Münchner Liedermacher. Dank Michi stehe ich unter Credits in einem CD-Booklet. Ein Lebenstraum von mir. Ich habe damals für seine CD “Herz im Süden” das Konzept für die Illustration gemacht und mein wunderbarer Kollege Jan Richter hats dann brilliant umgesetzt. Leider habe ich Michi noch nicht so oft live auf der Bühne gesehen wie ich mit ihm im Biergarten war (was auch immer mehr als unterhaltsam ist übrigens…), aber aufs nächste Münchner Konzert werde ich 100%ig gehen. Und ihr vielleicht auch wenn ihr auf seiner Webseite ein paar Lieder angehört habt!?


Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Michi:

1. Was machst du 1 Minute vor einem Auftritt?
…die Zigarette aus.

2. Du sprichst bayrisch, deine Lieder sind bayrisch. Wie beschimpfst du auf bayrisch eine Frau die dir im Auto die Vorfahrt genommen hat?
“Jo Kreizsaggrament Du Brunzkache Du ogsoachte, wer hod denn Dir ins Hirn einegsch…?!”

3. Wieviele fertige Lieder die du nie veröffentlichen wirst liegen bei dir zu Hause?
So ca. 100 Songs. Und genauso viele landeten auch schon im Müll.

4. Du bekommst den Anruf eines Produzenten der dich groß rausbringen will und dir ne Menge Kohle zahlt. Leider zu seinen Bedingungen: er will dir Haare implantieren und du sollst anstatt Weißbier nun Spritz  trinken. Würdest du zusagen?
NEIN!!! Es sein denn er geht auch auf MEINE Bedingungen ein: Er soll sich eine Zeitmaschine bauen, sich mit dieser ins Mittelalter begeben und sich dort anal pfählen lassen. Ha! Haare sind überbewertet.

5. Du hast eine gute Idee, wie gehst du nun vor damit daraus ein Lied wird?
Ich spinne die Idee weiter ins Abstrakte – Übertreibung macht anschaulich! Dann lege ich im Kopf einen Text unter eine Melodie, stelle es fertig und geh’s ein paar mal durch und dann: Ab auf die Bühne damit!

6. Was verbindet dich mit Amperpettenbach?
Hab letztens in der Zeitung gelesen, daß in der Amper eine Sexpuppe gefunden wurde. Hab mir daraufhin solche Vorwürfe gemacht, da der Puppenbesitzer sie wahrscheinlich nur deshalb weggeworfen hat, weil ich im Song “Gang Bang” behaupte, daß es in Amperpettenbach jetzt einen Sexclub gibt. Wie konnte ich nur… Mal im Ernst: Ich war noch nie in Amperpettenbach (bin nur vorbeigefahren), aber der Ortsname klingt verdammt cool.

7. Du hast einen Auftritt in Kiel, das Publikum starrt dich  verständnislos an. Und nun?
Ich starre verständnislos zurück und mache die Leute drauf aufmerksam, daß ich den Saal notfalls auch räumen lassen könnte!

8. Du schreibst mir ein Lied. Wie geht der Refrain?
“Lange hab ich nicht mehr sowas Schönes geseh’n. Eine Perle – wer sie kennt, der wird mich versteh’n. Ihre Formen versprühen einen herrlichen Reiz. Ja, ich lieb’ sie über alles – diese Schweiz!”

9. Du lebst als Mann allein unter 3 Frauen. Nenne uns 3 deiner  Überlebensstrategien!
1. Ich streiche alles rosa an und behaupte, daß ich mich sonst nicht wohl fühle.
2. Ich schütte meinen Biervorrat ins Klo, gieß’ uns 4 Prosecco ein, leg’ die Sex and the city-DVD ein und brüll’ kichernd: “Stösschen!”
3. Ich lege nach den Konzerten – wenn alles schläft – meine gesamte Gage auf den Küchentisch und schreib’ auf ein Zettelchen: “Tut Euch mal was Gutes. H E G D L”

10. Ich bitte dich auf dem 80sten Geburtstag meiner Omi zu spielen. Deine Setliste?
• Schatz, bitte nicht jetzt!
• Koa Bier
• Vor’m Scheißhaus varreckt
• Gang Bang
• Liebeslied in Ost Dur
• … u.v.a.
und ganz zum Schluss noch das Florian Silbereisen-Medley

Und nun das Beste:

Ihr könnt 3 x Michi’s 2 superduper CD’s “Herz im Süden” und “Weiber WG” gewinnen. Hinterlasst einfach ein Kommentar im Gästebuch was für euch das Schönste an Bayern ist und gewinnt kommenden Freitag eins von drei CD-Doppelpacks. Toi Toi Toi!

03. Mai 2010

Tolle Köpfe: Johanna Sax

Vor einiger Zeit habe ich ein paar Postkarten und Schilder für Johanna Sax gemacht. Johanna betreibt eine Tortenbäckerei in München in Nähe des Schlachthofes. Als ich das erste mal ihre Creme Bruleé Tarte gegessen habe dachte ich ich muss sterben vor Glück. Oder singen. Ein Bissen dieser Köstlichkeit zerschmilzt sanft auf der Zunge und schmeckt so unglaublich lecker nach dunkler Schokolade… wir konnten uns nur nicht einigen ob man die Tarte eisgekühlt und bissfest aus dem Kühlschrank, oder ein bisschen angewärmt und batzig essen sollte. Da ich Schokolade und Nutella nie in den Kühlschrank stelle bevorzuge ich glaube ich eher die batzige Variante. Habe ich eigentlich schon erwähnt dass auf der Tarte Krokantplätzchen stecken? Nein? Mmmmmmh…

Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Johanna:

1. Was ist Ihre Lieblingstorte?
Mein ganzes Leben lang esse ich schon gern Käsekuchen. Im Moment mag ich außerdem besonders Himbeeren. Gerade feile ich an einem neuen Himbeertortenrezept.

2. Welche salzige Köstlichkeit empfehlen Sie nach zu viel exzessivem Tortengenuss?
Sardellen.

3. Wie bekomme ich als Laie ohne viel Aufwand eine superduper Tortenverzierung hin?
Als Laie und ohne Aufwand… Hmm. Da muss ich erst einmal nachdenken. Vielleicht mit vielen bunten Früchten.

4. Was war die aufwendigste, außergewöhnlichste Torte, die Sie je gebacken haben, und für welchen Anlass wurde sie bestellt?
Meine aufwendigste Torte habe ich für die Hochzeit meiner Schwester gemacht. Sie hatte sieben Stockwerke, war umrankt von gelben Rosen und hatte Verzierungen, die aussahen wie Spitzen und Rüschen.

5. Wieviele Brandnarben haben Sie an den Armen?
Unzählige. Manche sieht man nicht mehr, manche sieht man noch.

6. Was für eine Torte bestelle ich aus Ihrem Sortiment, wenn ich eine Scheidung feiern will?
Vielleicht eine dunkle. Ich weiß nicht. Eine Scheidung würde ich nicht feiern wollen.

7. An was für eine Torte erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihre Kindheit zurück denken?
Meine Mutter hat ab und zu in einem großen, ovalen Gänsebräter einen Biskuitteig gebacken. Sie hat dann den Boden mit Ananassaft getränkt, die Torte mit Sahne und Ananas gefüllt und mit Sahne eingestrichen. Die Torte war immer ruckzuck weg.

8. Könnten Sie einen Mann heiraten, der Backwaren aller Art hasst?
Niemals.

9. Was raten Sie Frauen, die leckere Torten verschmähen, nur weil sie dünn bleiben wollen?
Vielleicht an anderer Stelle weniger zu essen.

10. Was ist der Trick für eine perfekte Torte?
Gute Zutaten. Außerdem muss man Lust zum Backen haben, sonst wird es nichts.

Und nun kommt das Beste:

Ihr könnt 3 Tartes (also 3 Personen je 1 Tarte) von Johanna Sax zur Selbstabholung gewinnen. Hinterlasst einfach ein Kommentar und sagt mir wann Euch Torte am besten schmeckt. Die 3 Gewinner werden am kommenden Freitag (07.05.10) per Los gezogen. Ich freu mich ja so! Vielen Dank liebe Johanna!

Und wenn ihr euch schon Eure Gewinn-Tarte raussuchen wollt guckt doch einfach mal auf Johannas Webseite!


14. April 2010

Tolle Köpfe: Nina Schröter

Das ist Nina Schröter mit ihrer Tochter Milla. Nina hat seit letztem Jahr den Online-Shop Liebkind mit nachhaltiger Mode für Babies und Mütter. Ich habe ihr das Logo und die Webseite gestaltet, das war ein schöner Job!

Liebkinds Philosophie:
„Eine Welt, die sich nicht auf Kosten nachkommender Generationen bereichert“

Dieses Leitmotiv ist uns wichtig! Für uns und vor allem für unsere Kinder!
Wir wollen nicht nur tolle Kleidung für Mamas und Babys anbieten. Wir wollen auch etwas tun, daß SINN macht. Wir wollen unseren Beitrag leisten. Zur Umwelt, zur sozialen Gerechtigkeit und für den Kampf gegen Armut.

Deswegen suchen wir unsere Lieferanten/Labels danach aus, ob sie ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Ziele verfolgen.

Unsere Lieferanten gehen verantwortungsbewusst mit unserer Zukunft um. Sie fördern eine umweltverträgliche Produktion und zahlen faire Preise, um sicherzustellen, daß den Menschen die Möglichkeit zur Existenzsicherung gegeben ist oder fördern den regionalen Arbeitsmarkt indem sie in Ihrer eigenen Region produzieren lassen.

Die verwendeten Materialen sind zum größten Teil aus ökologischem Anbau und somit wird eine Umweltverträglichkeit auch zu Beginn der Wertschöpfungskette garantiert.


Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Nina:

1. Welches Kleidungsstück hast du in deiner Schwangerschaft/Stillzeit vermisst?
Vermisst habe ich so im Nachhinein Stillkleidung. Ich habe bei meiner Tochter noch gar nicht gewusst, dass es sowas gibt und wie praktisch das ist…

2. 3 Tipps wie man zu Hause mit kleinen Schritten die Umwelt schonen kann.
Licht aus, Fernseher aus, Wasser nicht laufen lassen… so kleine Dinge eben, die aber auch was bringen in Summe

3. Was trägst du gerade?
Jeanskleid aus Bio Baumwolle

4. Wie bist du auf die Idee gekommen einen “grünen” Onlineshop für Mama und Kind zu eröffnen?
Mich selbstständig machen wollte ich mich unbedingt, schon vor der Geburt meiner Tochter. So richtig getraut habe ich mich aber dann doch nicht. Und nachdem Mode mein Beruf ist und dann auch noch meine Tochter Milla zur Welt kam, war die Idee zu “Liebkind” geboren. Das Sachen für Mamas mit rein müssen war eigentlich nur eine logische Schlussfolgerung und “grün” musste der Shop werden, weil es gar keine wirkliche Alternative heutzutage dazu gibt.

5. Dein Lieblingsstück aus dem Shop.
Ich bin ein großer Fan von dem englischen Label Aravore… die Modelle sind alle zauberhaft mit einem leicht nostalgischem Touch! Und ganz im speziellen wäre es dann die Sommerjacke. Ich würde dazu Jeans und ein Ringelshirt stylen.

6. Was wünscht du dir für deine Tochter umwelttechnisch in der Zukunft?
Dass sie von großen Natur-Katastropen verschont bleibt…

7. Was sagst du zu Cameron Diazs’ Motto: ‘If it’s yellow leave it mellow, if it’s brown flush it down’?
…und grün ist schön!!

8. Was ziehe ich meinem Kind zu seinem ersten Biergartenbesuch an?
Ja da habe ich natürlich Tipps für die ganz kleinen Babys (0-12 Monate) und die schon etwas Größeren (bis zu 3 Jahren).
Kleine Jungs: die Saloppete mit der Strickjacke (beides von Selana) ist toll für den ersten Biergarten Besuch, stylisch und mit den Hosenträgern auch bayerisch gestimmt.
Kleinen Mädels: das Kleidchen (Selana) mit oder ohne Leggins ist ideal für einen warmen Frühlings-Tag im Biergarten.
Große Jungs: mit der Sarouel Hose und dem T-Shirt (beides von Ideo) lässig gestylt in den Biergarten.
Größe Mädels: mit der Jeans(Ideo) und dem T-Shirt (Green Baby) geht´s mädchenhaft gestylt in den Biergarten

9. Mein Kind ist eine Umweltsau, es lässt immer und überall das Licht an, spült 100 mal am Tag die Toilette, pritschelt stundenlang am laufenden Wasserhahn und verkleckert sich so, dass ich seine Anziehsachen nach einmal Tragen immer waschen muss. Wie lehre ich ihm Umweltbewusstsein?
Ja mein Kind ist auch eine Umweltsau… beim ständigem Wasser laufen lassen und pritscheln versuche ich ihr zu erklären, dass die Tiere und Pflanzen auch noch Wasser brauchen und wir deswegen sparsam sein müssen… ich glaube irgendwann verstehen Kinder das auch und lernen ganz automatisch solche grundlegenden Dinge wie kein Wasser laufen lassen, Licht aus, Müll trennen etc. Das sind ja die Basics…

10. Du selbst bist Zwilling. Was hältst du von gleichen Anziehsachen bei Zwillingen und habt ihr früher immer das Gleiche getragen?
Gleiche Anziehsachen sind super für Zwillinge… auch schon aus dem ganz pragmatischen Grund, dass es dann keinen Streit gibt zwischen dem Zwillingsgeschwistern… war bei uns auf jedenfall so. Unsere Muter hat uns einfach das gleiche angeogen damit wir nicht darumstreiten wer was anziehen darf… und irgendwann erledigt sich das von selbst… mit Mitte 20 noch genau gleich angezogen ist natürlich seltsam!

Herzlichen Dank liebe Nina, es war mir eine Freude!


17. März 2010

Tolle Köpfe: Dörte Kaufmann

Ab heute gibt es eine neue Rubrik auf knallpink: Tolle Köpfe. Da möchte ich Leute vorstellen die ich kenne und die tolle Sachen machen!

Beginnen möchte ich mit Dörte der Modedesignerin. Sie eröffnet bald ganz niegelnagelneu einen Laden in Wien, Krongasse 20 im 5. Bezirk. Den teilt sie sich mit den Labels Hinterland und Petra Mark *ein grünes Kleid. Natürlich kann man Dörtes wunderhübsche Sachen auch im Internet bewundern! Und Dörte hat auch einen DawandaShop!

Ihre Leidenschaft für Selbstgestricktes, die Dörte Kaufmann seit ihrer Kindheit begleitet, hatte 2006 zu einer ersten Kollektion von Mützen, Schals, Pelerinen und Kragen inspiriert. Die Strickaccessoires in warmen Farbtönen werden ausschließlich in hochwertigen Naturmaterialien handgefertigt und bilden bis heute die Basis des Modelabels. Wolle, Mohair, Alpaka und Seide werden in aufwendiger Handarbeit zu Mützen, Hauben oder Schulterwärmern verarbeitet und können entweder sportlich mit schlanken Schals oder feminin mit Pailletten, Häkelblumen oder Ketten kombiniert werden. (Auszug aus Dörtes Portfolio)



Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Dörte:

1. Was war dein erstes Selbstgenähtes Stück?
Ein Puppenkleid für meine Puppe mit dem Namen Erika.

2. Was ziehe ich auf eine Party an wo ich das erste mal auf meinen Exfreund mit seiner Neuen treffe?
Etwas schlichtes elegantes in dem ich mich wohl und sexy fühle und kombiniere es mit einem aufwendigen selbstgemachten Accessoire oder Tasche.

3. Was ist dein momentanes Lieblingskleidungsstück?
Eine schlichte schwarze Übergangsmütze – bei dem verweilenden Winter hilft eine Mütze ungemein.

4. Und welches ist dein Lieblingsstück aus deiner Kollektion?
Ein grüner Faltenrock, der hinten mehr Falten hat als vorne und deswegen unkompliziert zu tragen und großartig für jede Gelegenheit zu kombinieren ist.

5. An was arbeitest du gerade?
Ich stelle gerade eine Kollektion von Mohairschals zusammen, die ich zum Start im Laden und zum beginnenden Frühling anbieten möchte.

6. Deine Lieblingsfarbe?
Derzeit Nachtblau und Gold

7. Ein modisches No-Go
Etwas zu tragen, nur weil es modisch ist.

8. Was ist uns modetechnisch Gutes aus den 70ern geblieben?
Die Tunika, klare Farben, Stilmix.

9. Was mache ich, wenn ich ohne Gepäck in Rom ankomme und in einer Stunde ein Date an der Spanischen Treppe habe?
Ich bleibe wie ich bin, kämme mir die Haare, trinke einen kleinen Campri-O und atme tief durch. Los gehts!

10. Und was trägst du gerade?
Eine dunkelblaue Lieblingsjeans, ein Shirt und darüber den sensationellen dicksten rostroten Pullover der Welt: gestrickt aus der dicken Wolle, die ich für meine Accessoires verwende. Wärmer und schöner geht nicht – gibt es zum nächsten Herbst dann in Serie!
Herzlichen Dank liebe Dörte, es war mir eine Freude!