Tolle Köpfe: Rainer Hoffmann
Das ist Rainer. Er ist Architekt und betreibt sein eigenes Büro in München. Schon wieder so einer der einen Beruf macht den ich auch gerne können würde. Mein Opi ist Architekt. Ein Handwerker der alten Schule. Ohne Computer, er hat immer alles per Hand gezeichnet und das Schönste für mich war, wenn er und ich gemeinsam Pläne gezeichnet haben und ich ihm immer sagen durfte wo die Fenster und die Türen hinkommen sollen. Durch meinen Opi kenne ich auch so Wörter wie “Satteldach”. Mein Opi hat damals den Kindergarten im Olympiadorf mitgebaut. Naja für mich ist der Beruf ja mal wieder leider nix, weil ich ja so ein Mathe- und Rechendepp bin. Ich würde mich ständig vermessen und alles wäre schief und krumm.
Wenn ihr also jemanden braucht der sich mit sowas auskennt und tolle Ideen hat und schöne Häuser baut, dann guckt doch mal auf Rainers Webseite und ruft ihn an. Dann seid ihr eurem Traumhaus einen Schritt näher gekommen!
Rainers noch unrenoviertes, zukünftiges Büro. Bin gespannt wie es wird und berichte dann wieder drüber!
Das ist das besagte Haus Ungar
Und nun ein 10-Fragiges Interview mit Rainer:
Eine Fabriketage, offener Raum, sichtbare Konstruktionen, Verglasungen mit dünnen Stahlprofilen. Im Raum freistehende Kuben. Aus dem Fenster sehe ich die Stadt, das urbane Leben und Menschen.
Schlanke Bauteile, dünne Profile, Reduktion auf die Konstruktion, starke Farbe.
Pinker Boden, weiße Wände, weiße leichte Möbel. Der Boden in pink hat eine starke Wirkung. Um diese Wirkung zu unterstreichen bleibt alles andere neutral. In der Toilette wären mir eine rosa Brille und Deckel wichtig.
Ich rate den beiden, ihre Beziehungsprobleme von einem Eheberater oder einem Scheidungsrichter lösen zu lassen. Danach stehe ich gerne zur Verfügung. Man sollte die Möglichkeiten einer Reihenhausdoppelhälfte nicht überschätzen.
50.000 €? Ich habe Haus Ungar für 240.000 € gebaut und 155m² Fläche hergestellt. Das war ein Kraftakt. Wenn das Haus in Deutschland stehen soll, müssen wir zuerst über Dein Verständnis von einem Haus sprechen. Ist für Dich ein Raum mit fließendem Wasser und einer Toilette bereits ein Haus?
Als Kind war ich sicher, einmal Schreiner zu werden. Ich bin in der Schreinerwerkstatt meines Vaters aufgewachsen und konnte mir keinen anderen Beruf vorstellen. Bis heute ist Holz der Baustoff bei dem ich das sicherste Gefühle habe.
Krankenhäuser sind Bauaufgaben, die in hohem Maße von Notwendigkeiten und Funktionalität bestimmt werden. Der gestalterische Spielraum ist daher sehr begrenzt. Entlang der gläsernen OPs würde ich in jedem Fall einen 2m breiten Matratzenstreifen anordnen, damit kollabierende Zuschauer sich nicht verletzen. Nachdem ich bei zwei größeren chirurgischen Eingriffen assistieren durfte, weiß ich, dass man als Außenstehender leicht den Boden unter den Füßen verlieren kann.
Ökologisch korrekt: Um einen genormten Standard zu erreichen, gibt es für Sonnenkollektoren keine Alternative. Als guten Kompromiss schlage ich Dir vor, die Kollektoren in die Dachfläche einzubauen. Bei einer geringen Dachneigung und einer glatten Dachdeckung fallen Sonnenkollektoren gestalterisch nicht ins Gewicht. Haus Ungar ist in dieser Weise mit Kollektoren ausgestattet worden. Für mich eine sehr akzeptable Lösung.
Natürlich habe ich mich schon mal vermessen. Geltende Verordnungen sehen allerdings vor, dass der ausführende Unternehmer die Vorleistungen eigenverantwortlich prüfen muss. Somit hat er auch dafür zu sorgen, dass er ein Fenster liefert, dass in die Öffnung passt. Verantworten muss ich allerdings aus meinen Fehlern resultierende Mehrkosten.
Begeistert bin ich von der Arbeit Bjarke Ingels, ein Kollege aus Kopenhagen, der das architektonische Gestalten auf eine sehr kraftvolle Weise revolutioniert.







17. August 2010 um 12:18
Und das soll ich alles gesagt haben? Nimals! Oder doch?
17. August 2010 um 14:14
Sehr schönes Interview. Besonders die Antwort auf Frage 7 gefällt mir sehr gut und entspricht Rainers “trockenen” Art. Ich kann mir gut vorstellen, bei welchen beiden chirurgischen Eingriffen er dabei war, ich hätte den 2m Matratzenstreifen bestimmt gebraucht.
17. August 2010 um 15:42
Und warum kann man hier nichts gewinnen. zum Beispiel ein Haus?
Haus Ungar find ich nämlich toll.
Gruß Nana